
Prometheus - Dunkle Zeichen (2012)
Es wurden schon viele Reviews und Kritiken geschrieben, für den geneigten deutschen Fan war es schwer, sich nicht schon im Voraus das Filmerlebnis durch Spoiler aus dem Netz zu ruinieren. Die Frage ist, kann dieser langersehnte Film nun mit den derzeitigen Blockbustern wie „Dark Knight Rises“ und „Spiderman“ mithalten und vor allen Dingen ist Ridley Scott in der Lage, den alteingesessen Alien Fan zu begeistern?
Der Plot ist schnell erzählt...
(keine Angst, Spoiler gibt es nicht.)Das Forschungsraumschiff "Prometheus" fliegt zum anderen Ende der Galaxie, um die Ursprünge der Menschheit und allen Lebens auf der Erde zu erforschen. An ihrem Ziel angekommen, wird die Crew um Android David (Michael Fassbender) und Wissenschaftlerin Elisabeth Shaw (Noomi Rapace) fündig, doch nichts ist so wie erwartet.

Bei diesem Film muss man erst einmal hervorheben, dass es sich nicht um ein direktes Prequel zu Alien handelt, vielmehr setzt es den Anfang einer neuen Trilogie, die im alt bekannten Alien-Universum angesiedelt und noch vor den Events aus dem ersten Teil spielt. Es werden einige Fragen behandelt, die der erste Teil vor 30 Jahren aufwarf. Diese werden ergänzt mit fundamentalen religiösen Fragen wie "Wer hat uns erschaffen?“ und „Warum sind wir hier?". Hier ist auch schon das größte Problem, welches Prometheus hat, denn wo der 79er Alien einfach betrachtet ein bildgewaltiger Slasher-Film im Weltall war, hat man hier ein sehr episches Szenario, in dem zu viel zu schnell passiert. Oftmals hat man das Gefühl, dass man nicht dazu kommt, emotional wirklich mitgerissen zu werden. An gewissen Stellen wirkt der Film derart hastig erzählt, dass es dem Zuschauer gar nicht wirklich ermöglicht wird, eine Beziehung zum Geschehen und den Charakteren aufzubauen. Abhilfe könnte hier die 20 Minuten längere Schnittfassung schaffen, die auf der Blu-Ray bzw. DVD enthalten sein wird. Doch bei der Kinofassung auf jeden Fall ein Manko.
Auch hat mich das Verhalten einiger Charaktere gestört! Ohne zu viel erzählen zu wollen, aber eine Situation in dem Streifen hat beim zweiten mal Schauen doch einen bitteren Nachgeschmack in meinem zweiten, ausfahrbaren Gebiss hinterlassen: Wie kann man als Biologe auf einem fremden Planeten nur so dumm und unverantwortlich handeln? (Wer den Film gesehen hat, weiß wovon ich rede.) Das hört sich jetzt sehr negativ an, ist aber gar nicht so schlimm, denn an allen anderen Fronten besteht Prometheus mühelos. Sehr bildgewaltig werden hier provokante Fragen aufgeworfen und der Horror kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ich musste während des Schauens immer an diese unnützen Rating-Diskussionen vor Release denken (absolut kein PG13 hier).